"Zum Mitschreiben: Die Rente ist sicher"

Veröffentlicht am 10.01.2020 in Aktuell
 

 - kaum ein politischer Satz brannte sich in die Köpfe der Bevölkerung ein wie dieser.

 

Doch dieses Versprechen der Politik hielt nicht lange. Seit 1991 ist das Rentenniveau von 54 Prozent auf 48 Prozent (2015) zurückgegangen und viele Menschen machen sich um ihre finanzielle Absicherung im Alter große Sorgen.

 

Die Ängste sind nicht unbegründet, wie die Rentenentwicklung der letzten Jahre zeigt.

von Wolfram Meininger

Da die Gesetzliche Rente für die meisten ArbeitnehmerInnen die wichtigste, wenn nicht sogar die einzige Absicherung im Alter darstellt, sind die Sorgen der Menschen nachzuvollziehen. Das Vertrauen in das System der Gesetzlichen Rentenversicherung ging verloren.

 

Die Menschen in Deutschland werden im Durchschnitt immer älter – mit der Folge, dass die arbeitende Bevölkerung die Rente für immer mehr alte Menschen aufbringen muss. Es ist zu vermuten, dass dieser Veränderungsprozess, allein mit dem Rentensystem auf Basis des Umlageverfahrens bewältigen zu wollen, sowohl die Wirtschaft als auch die ArbeitnehmerInnen dabei über ein erträgliches Maß hinaus belasten wird.

 

Neben der Zukunftssicherheit muss auch die Frage der Gerechtigkeit, sowohl der gerechten Lastenverteilung als auch der gerechten Leistungsbemessung gestellt werden. Ist es beispielsweise gerecht, dass personalkostenintensive Unternehmen vergleichsweise sehr viel stärker zur Finanzierung einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe herangezogen werden, als jene, die sich im Zuge der fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung durch Personalabbau dieser Mitfinanzierung vermehrt entziehen können? Würdigt die überwiegend monetäre Leistungs-bemessung, die gegebenenfalls durch die Lohnabhängigkeit noch vom Wohl oder Wehe des Arbeitgebers abhängig ist, die Lebensleistung der Menschen in geeigneter Weise? Werden soziale Aspekte wie die Erwerbsminderung, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen ausreichend berücksichtigt?

 

Der gesellschaftliche Zusammenhalt setzt Vertrauen und Akzeptanz in das Alterssicherungssystem voraus. Hierzu ist es unerlässlich die Gesetzliche Rentenversicherung sozial ausgestaltet und als lebensstandardsichernde tragende Säule der Alterssicherung konzipiert ist, ohne dabei künftige Generationen zu überfordern.

 

Das vorliegende Konzept eines Basis- und Beitragsrentensystems möchte eine Perspektive aufzeigen, wie man die Gesetzliche Rentenversicherung unter den Aspekten:

  • sozial
  • gerecht
  • zukunftssicher

reformieren könnte.
Zum Konzept -> 
"Konzept der Basis- und Beitragsrente"

 

Kommentare

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Rentenreform

Guten Abend Herr Meininger, 

wir haben heute im Pfalzbaum Ludwigshafen ein interessantes Gespräch geführt.

Neben einer dringenden Rentenreform bedarf es einer Wertschöpfungsabgabe für Roboterarbeit. Ersetzbar werden nicht nur die nicht oder schlecht Ausgebildeten sein, zunehmend werden auch die Besserverdienenden betroffen sein durch KI.

Vielleicht können Sie etwas bewegen?

Mit freundlichen Grüßen 

Dietlinde Eder- Lehfeldt

Autor: Eder-Lehfeldt, Dietlinde, Datum: 10.02.2020, 22:18 Uhr


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